Zum Geburtstagsfest ein "Halleluja"

Von Ellen Bidermann-Hoppart 11.06.2018 (Schwarzwälder Bote)

Der strahlende Sommertag war das passende Ambiente für einen festlichen Gottesdienst zum 50-jährigen Bestehen des Posaunenchors in Igelsberg. Freudenstadt-Igelsberg. Chorleiter Friedemann Seid freute sich über die vollbesetzte Kirche und begrüßte die Gäste. Unter ihnen waren auch der ehemalige Pfarrer und Gründer des Posaunenchors, Karl Eugen Braun und Karl Großmann, der als "Übergangslösung" 36 Jahre lang den Chor geleitet hatte. Der musikalische Gottesdienst begann mit dem "Festival Intrada" von Michael Schütz. Nach der Begrüßung durch Pfarrerin Marie-Luise Karle wurde gemeinsam der Psalm 98 gelesen. Nach dem Gebet sangen die Gottesdienstbesucher zu den Klängen der Posaunen. Mit dem "Halleluja" von Georg Friedrich Händel hatte der Chor kein leichtes Stück gewählt und zeigte, unterstützt vom Posaunenchor Waldachtal, der dieses Jahr seinen 70. Geburtstag feiert, sein ganzes Können. Die kleine und malerische Kirche war erfüllt von den Klängen der Posaunen. Pfarrerin Karle nahm in ihrer Predigt Bezug auf die Parallelen zwischen einem Posaunenchor und der Kirchengemeinde. Dazu zitierte sie aus einer Anleitung für Chorleiter von Landesposaunenwart Hans-Ulrich Nonnenmacher. Das gemeinsame Üben, das sich mit den Themen auseinandersetze, erfordere den Einsatz aus ganzem Herzen, sowohl im Chor als auch in der Gemeinde, hieß es. Mit "Glory Song" von Michael Schütz und "Morgenstern" von Heiko Kremser folgte der Predigt weitere hervorragend gespielte Posaunenmusik. Pfarrerin Karle und der Kirchengemeinderat dankten mit einem gebackenen Notenschlüssel und einer große Tüte Schokolade dem Posaunenchor und Chorleiter Seid für den wichtigen Beitrag den der Chor für die Gemeinde leiste. Es folgten Grußworte vom Chorgründer Pfarrer Braun, der erzählte, wie der Chor entstanden ist. Eines Tages sei an seinem Haus in Besenfeld geklingelt worden. Er habe eigentlich gedacht, das sei wieder so ein "Landfahrer". Es sei aber der Prälat aus Stuttgart gewesen, der ihn fragen wollte, was er denn davon halte, wenn die Kirchengememeinde Igelsberg zu Besenfeld gehören würde. Braun fand das gut und begann seine Arbeit in Igelsberg. Eines Tages seien die Igelsberger jungen Männer gekommen und hätten ihn gebeten, etwas mit ihnen zu gestalten. Und so sei der Chor damals entstanden. Dass der Chor in Igelsberg bis heute fest verwurzelt ist, zeigt sich schon daran, dass im kleinsten Ortsteil Freudenstadts 17 der 250 Einwohner im Posaunenchor mitspielen. Nach dem Segen und dem Stück "Du stellst meine Füße auf weiten Raum" von Attila Kalman lud der Posaunenchor zum Mittagessen und Kaffee und Kuchen in die Rappenhütte in Igelsberg ein.

Posaunenchor

Der Posaunenchor trifft sich immer dienstags von 20.00 -21.30 Uhr unter der Leitung von Friedemann Seid.